Lebenslauf schreiben: Aufbau, Foto und Länge

Stand: 17. Oktober 2026 · Alle Angaben mit Quellen

Der Lebenslauf ist das Herzstück einer Bewerbung in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Regeln zu Aufbau, Foto und Länge – zusammengefasst aus Seiten der Bundesagentur für Arbeit, des Portals „Make it in Germany“ der Bundesregierung und eines Career Centers einer deutschen Universität.

Das Wichtigste auf einen Blick

LängeMeist 1–2 Seiten, mit kurzen Stichpunkten statt ganzer Absätze.
FotoNicht vorgeschrieben, in vielen Branchen aber weiterhin üblich.
ReihenfolgeBerufserfahrung und Ausbildung umgekehrt chronologisch – das Neueste zuerst.
FormTypischerweise in Tabellenform.
UnterlagenAnschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse bzw. Nachweise.

1. Persönliche Daten

  • Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
  • Das Career Center der Universität Bremen nennt außerdem Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit oder Geburtsort sowie berufliche Profile wie LinkedIn oder Xing.

2. Foto: ja oder nein?

  • Laut Bundesagentur für Arbeit ist ein Foto keine Pflicht, in vielen Branchen aber nach wie vor üblich. Die Universität Bremen verweist dabei auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
  • „Make it in Germany“ betont, dass es hier große Unterschiede zwischen den Branchen gibt.
  • Wenn Sie ein Foto verwenden: Die Bundesagentur rät von Selfies und einfachen biometrischen Passbildern ab. Die Universität Bremen empfiehlt ein Einzelfoto mit guter Beleuchtung, freundlichem Gesichtsausdruck und beruflicher Kleidung.

3. Aufbau und Abschnitte

Die Universität Bremen schlägt diese Abschnitte vor:

  1. Persönliche Daten
  2. Ausbildung (Schule, Studium)
  3. Berufserfahrung (auch Nebenjobs und Praktika)
  4. Sprachen (einschließlich Muttersprache)
  5. Kenntnisse und Zertifikate (vor allem technische Kenntnisse, z. B. Software)
  6. Optional: Engagement, Projekte, Hobbys
  • Innerhalb der Abschnitte gilt: das Neueste zuerst („Make it in Germany“).
  • Hobbys und Ehrenämter können kurz erwähnt werden (Bundesagentur für Arbeit).
  • Eigenschaften wie „Führungsstärke“ besser mit Beispielen belegen, statt sie nur aufzuzählen (Universität Bremen).

4. Anschreiben und Zeugnisse

  • Zur vollständigen Bewerbung gehören Anschreiben, Lebenslauf und Nachweise (Bundesagentur für Arbeit).
  • Das Anschreiben ist ein klassischer Brief mit Adressen, Ort und Datum, Betreffzeile mit der ausgeschriebenen Stelle und persönlicher Anrede – zugeschnitten auf die Stelle.
  • Als Nachweise werden meist die beiden letzten Schulzeugnisse und relevante Zertifikate beigefügt, als Scan; die Originale behalten Sie.
  • Für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland: Zeugnisse am besten ins Deutsche oder Englische übersetzen lassen und dafür genug Zeit einplanen („Make it in Germany“).
  • Europass kann ein Ausgangspunkt sein; viele Unternehmen in Deutschland schätzen aber ein individuell gestaltetes Layout („Make it in Germany“).

Checkliste vor dem Absenden

  • Höchstens zwei Seiten, gut überfliegbar.
  • Neueste Stationen oben, jeweils mit Zeitangaben.
  • Foto nur, wenn Sie es möchten – professionell, kein Selfie.
  • Anschreiben auf die Stelle zugeschnitten.
  • Zeugnisse als Scan beigefügt, bei Bedarf übersetzt.

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Quellen: Bundesagentur für Arbeit – Bewerbungsunterlagen · Make it in Germany (Bundesregierung) – Bewerbung · Universität Bremen, Career Center – Application documents · Mehr Länder: CV rules by country (Englisch)

Hinweis: Diese Seite fasst allgemeine Empfehlungen zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn eine Stellenanzeige etwas anderes verlangt, gilt die Anzeige.

Häufige Fragen

Muss ein Lebenslauf in Deutschland ein Foto haben?

Nein. Laut Bundesagentur für Arbeit ist ein Foto keine Pflicht, in vielen Branchen aber weiterhin üblich.

Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?

Meist ein bis zwei Seiten (Universität Bremen, Career Center).

In welcher Reihenfolge schreibe ich meine Stationen?

Umgekehrt chronologisch: die neueste Station zuerst („Make it in Germany“).

Kann ich den Europass verwenden?

Er kann ein Ausgangspunkt sein; viele Unternehmen in Deutschland schätzen laut „Make it in Germany“ aber ein individuelles Layout.

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